Weniger Lebensmittelverschwendung, mehr Achtsamkeit: So machst du dein Take-away umweltfreundlicher

Weniger Lebensmittelverschwendung, mehr Achtsamkeit: So machst du dein Take-away umweltfreundlicher

Take-away gehört für viele Menschen in Deutschland längst zum Alltag. Es ist bequem, schnell und oft die Rettung an stressigen Tagen, an denen Kochen einfach nicht mehr drin ist. Doch die bequeme Lösung hat ihren Preis: Verpackungsmüll, CO₂-Emissionen durch Lieferungen und jede Menge Lebensmittelabfälle. Mit ein paar bewussten Entscheidungen kannst du dein Take-away jedoch deutlich nachhaltiger gestalten – und dabei trotzdem genießen. Hier erfährst du, wie das geht.
Wähle bewusst, wo du bestellst
Der erste Schritt zu einem umweltfreundlicheren Take-away beginnt bei der Auswahl des Restaurants. Immer mehr Betriebe setzen auf Nachhaltigkeit – von regionalen Zutaten bis hin zu umweltfreundlicher Verpackung.
- Bevorzuge lokale Restaurants, die saisonale Produkte verwenden und mit regionalen Produzenten zusammenarbeiten. Das spart Transportwege und stärkt die lokale Wirtschaft.
- Achte auf Siegel wie das EU-Bio-Logo, MSC oder Fairtrade, die auf nachhaltige Herkunft hinweisen.
- Frag nach der Verpackung – viele Restaurants bieten inzwischen Mehrweg- oder kompostierbare Alternativen an.
Wenn du solche Betriebe unterstützt, zeigst du, dass Nachhaltigkeit für Kundinnen und Kunden zählt – und motivierst andere, nachzuziehen.
Bestelle mit Maß – und vermeide Lebensmittelverschwendung
Ein großer Teil des Take-away-Mülls entsteht, weil zu viel bestellt wird. Schnell landet der Rest im Müll, obwohl er noch genießbar wäre.
- Schätze realistisch ein, wie viel du wirklich essen kannst.
- Teile Gerichte, wenn ihr zu zweit oder in der Gruppe bestellt – viele Portionen sind großzügig bemessen.
- Bewahre Reste auf und iss sie am nächsten Tag. Viele Speisen schmecken sogar besser, wenn sie durchgezogen sind.
Wenn du regelmäßig zu viel bekommst, kannst du in der Bestellung anmerken, dass du eine kleinere Portion möchtest. Viele Restaurants kommen solchen Wünschen gerne nach.
Verpackung: Teil des Problems – oder der Lösung
Verpackungen sind einer der größten Umweltfaktoren beim Take-away. Doch du kannst selbst aktiv werden.
- Sag Nein zu Einwegartikeln wie Plastikbesteck, Servietten oder Strohhalmen, wenn du zu Hause isst.
- Nutze Mehrwegbehälter, falls das Restaurant das erlaubt – einige Betriebe gewähren sogar Rabatt, wenn du eigene Behälter mitbringst.
- Trenne den Müll richtig, damit Materialien recycelt werden können. Spüle Kunststoff- und Papierverpackungen kurz aus, bevor du sie entsorgst.
In vielen deutschen Städten gibt es inzwischen Mehrwegsysteme mit Pfand, etwa RECUP oder ReBowl. Du kannst die Behälter bei teilnehmenden Restaurants zurückgeben – einfach, praktisch und umweltfreundlich.
Auch der Transport zählt
Wie dein Essen zu dir kommt, hat großen Einfluss auf den ökologischen Fußabdruck. Lieferungen mit dem Auto verursachen deutlich mehr Emissionen als Lieferungen per Fahrrad oder E-Scooter.
- Hole dein Essen selbst ab, wenn du in der Nähe wohnst – ein kurzer Spaziergang oder eine Radtour spart CO₂ und Verpackung.
- Wähle Lieferdienste mit grüner Flotte – viele Anbieter setzen inzwischen auf E-Bikes oder Elektroautos.
- Kombiniere Bestellungen, wenn mehrere Personen im Haushalt bestellen möchten – so wird nur eine Fahrt nötig.
Kleine Veränderungen im Alltag können in der Summe einen großen Unterschied machen.
Nachhaltig genießen – auch beim Take-away
Take-away und Nachhaltigkeit schließen sich nicht aus. Es geht um bewusste Entscheidungen und kleine Routinen, die sich leicht umsetzen lassen.
- Plane Take-away-Mahlzeiten als Teil deiner Wochenplanung, um spontane, überflüssige Bestellungen zu vermeiden.
- Wähle öfter pflanzliche Gerichte – sie haben meist ein geringeres Klima- und Ressourcenprofil als Fleischgerichte.
- Nutze Apps gegen Lebensmittelverschwendung, wie „Too Good To Go“ oder „ResQ Club“, um überschüssiges Essen zu retten.
So wird Take-away nicht nur bequemer, sondern auch Teil eines nachhaltigen Lebensstils.
Kleine Schritte, große Wirkung
Niemand kann alles perfekt machen – aber jeder kann etwas beitragen. Wenn du bewusster auswählst, bestellst und entsorgst, reduzierst du Abfall und CO₂-Ausstoß. Es braucht keine großen Opfer, nur ein bisschen Achtsamkeit.
Also: Wenn du das nächste Mal Take-away bestellst, frag dich – kann ich es heute ein bisschen nachhaltiger machen? Die Antwort lautet fast immer: ja.
















